Grußwort zum Fastenbrechen der IGMG

Ahmet Akıntı 19.06.2015
Sehr geehrter Herr Vorsitzender Zeki Şeker,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Vereine und Verbände in Baden-Württemberg,
meine Damen und Herren,
liebe Gäste,

ich danke Ihnen sehr herzlich für die Einladung zum Fastenbrechen und freue mich, heute Abend ein Teil Ihrer Gemeinschaft zu sein.

Ich freue mich auch, heute viele nicht-muslimische Freundinnen und Freunde unter den Gästen zu sehen und danke ihnen, dass sie diesen besonderen Abend gemeinsam mit uns begehen.

Der Monat Ramadan ist für weltweit rund 1,5 Milliarden Muslime die heiligste Zeit im Jahr.
Sie ist eine der fünf Säulen des Islam und des religiösen Lebens aller Menschen muslimischen Glaubens.

Doch auch im Christentum wird gefastet. Die Vorschriften mögen sich unterscheiden, der grundlegende Gedanke jedoch ist gleich: Fasten als Zeit der inneren Einkehr und der Besinnung auf das, was für uns wesentlich ist und unser Leben ausmacht. Während der Fastenzeit denken Muslime wie Christen darüber nach, wie sie tugendhaftere und mitfühlendere Menschen werden, wie sie ihren Mitmenschen helfen und deren Not lindern können. Daher ist der heilige Monat Ramadan eine gute Zeit für den Dialog zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens. Die gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten zeigen die Bereitschaft, mit anderen zu teilen und stärken den Gemeinsinn.

Vor allem in der Zeit nach dem Anschlag in New York am 11. September 2001 und zuletzt der schlimmen Anschlägen von Paris und angesichts des endlosen und brutalen Terrors der „ISIS“ in Syrien und dem Irak hat das Image des Islam im Westen stark gelitten. Bewegungen wie Pegida und andere rechtsgerichtete Organisationen profitieren von und festigen diese Vorurteile und schüren Hass.

Daher sollten wir uns gerade in diesen Tagen für Offenheit und ein harmonisches Miteinander einsetzen. Wir sollten den Dialog zwischen Kulturen und Religionen fördern, denn jede Religion und jede Kultur hat Werte und Besonderheiten.

Wir alle lehnen Diskriminierung ab und wünschen uns für unsere Kinder eine sichere und friedliche Welt, in der sie den Glauben ihrer Wahl frei ausüben können.

Alle Menschen mit sozialer Verantwortung wie Politiker, Journalisten, Soziologen oder Philosophen sollten daher dafür Sorge tragen, dass unsere demokratischen Werte geschützt und der Frieden in unserer multiethnischen Gesellschaft gewahrt bleiben.

Aber auch die Muslime sind gefordert. Sie müssen ein nahes Verhältnis zu Ihrem Umfeld aufbauen und ihre Nachbarn, Kollegen und Freunde über die eigentliche, friedliche und humanitäre Absicht des Islam informieren und sich noch mehr ehrenamtlich engagieren. Diesbezüglich fällt den Muslimen eine wichtige Rolle zu.

Meine Damen und Herren,

wir wünschen uns, dass alle Türkinnen und Türken in Deutschland und Baden-Württemberg nach Bildung streben und sich weiterentwickeln. Wir wünschen uns, dass sie sich sowohl beruflich, als auch privat engagieren und ihr Umfeld bereichern. Dafür sind sie auf Offenheit angewiesen und darauf, die gleichen Chancen zu erhalten wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger dieses Landes.

Es ist wichtig, dass wir einander in unserer Verschiedenheit akzeptieren und schätzen. Persönliche Begegnungen in toleranter Atmosphäre wie dieses Fastenbrechen bilden das Fundament eines breiten, gesellschaftlichen Konsenses.
Daher bin ich sehr glücklich, dass wir die türkisch–deutsche Freundschaft in Stuttgart heute Abend ein klein bisschen weiter entwickeln können.

Meine Damen und Herren,

an dieser Stelle möchte ich den islamischen Religionsunterricht an baden-württembergischen Schulen ansprechen. Ich denke, dass der islamische Religionsunterricht für junge Musliminnen und Muslime wichtig ist, damit sie sich ein fundiertes Wissen über den Islam aneignen können. Aufgeklärtheit und Wissen stärken die eigene religiöse Identität, fördern die Toleranz gegenüber anderen Religionen und schützen vor dem Einfluss radikaler Strömungen.
Ich freue mich, dass auch die Landesregierung von Baden-Württemberg einem umfassenden und fundierten islamischen Religionsunterricht offen gegenüber steht. Ich hoffe, dass die baden-württembergische Landesregierung und insbesondere das Kultusministerium in Bälde den muslimischen Religionsgemeinschaften, die sich darum beworben haben die Möglichkeit einräumt, Islamischen Religionsunterricht zu erteilen.

Meine Damen und Herren,

Ich danke der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş Baden-Württemberg für Ihre Gastfreundschaft und Ihren Einsatz für einen interreligiösen Dialog, bei dem das Miteinander über alle Unterschiede gestellt wird.
Ich wünsche Ihnen nun viele positive Erfahrungen im heutigen Kreise und allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten Ramadan - Hayırlı Ramazanlar!

Pazartesi - Cuma

08:30 - 17:00

Konsolosluk İşlemleri: 08.30-14.00
25.12.2018 Dini Tatil-1. Noel günü
26.12.2018 Dini Tatil-2. Noel günü
1.1.2019 Yılbaşı Tatili
19.4.2019 Dini Tatil- Paskalya Arifesi
22.4.2019 Dini Tatil- Paskalya
1.5.2019 İşçi Bayramı
30.5.2019 Dini Tatil-Hz. İsa'nın Göğe Yükselişi
4.6.2019 Ramazan Bayramı 1. günü
10.6.2019 Dini Tatil-Küçük Paskalya
20.6.2019 Dini Tatil - Yortu Bayramı
3.10.2019 Doğu ve Batı Almanya'nın Birleşmesi
29.10.2019 Cumhuriyet Bayramı
1.11.2019 Dini Tatil
25.12.2019 Dini Tatil-1. Noel Günü
26.12.2019 Dini Tatil-2. Noel Günü