Kulturaustausch über den Bosporus

M. Türker ARI 08.04.2011
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Gäste,

zunächst möchte ich allen Schülerinnen und Schülern herzlich gratulieren, das war ein tolles Quiz!

Ich freue mich, heute Abend bei Ihnen zu sein. Zunächst möchte ich mich bei den Rednern des heutigen Abends sehr herzlich für die interessanten Vorträge bedanken. Ebenso danke ich den Musikern und allen, die diese Veranstaltung durch ihr großes Engagement erst möglich gemacht haben. Ich habe den heutigen Abend sehr genossen und hoffe, Sie ebenso.

Ich möchte nun über die Beziehungen zu Deutschland sprechen. Es mag damals noch kein Facebook oder Twitter gegeben haben, doch die Menschen reisen und sprechen miteinander seit Adam und Eva. Durch das Osmanische Reich ist die Türkei untrennbar mit der europäischen Geschichte verbunden und auch heute ein fester Bestandteil Europas. Fast jeder osmanische Sultan interessierte sich für Europa und die Entwicklung der Beziehungen mit Europa war immer eines ihrer größten Anliegen. Unsere gemeinsame Geschichte besteht nicht nur aus Kriegen, sondern vielmehr aus Freundschaften und Bündnissen. Obwohl ich kein Historiker bin weiß ich, dass wir unsere eigene Geschichte nicht verstehen können, ohne die europäische Geschichte zu kennen. Europa kann seine Geschichte nicht vollkommen nachvollziehen, ohne die Geschichte des Osmanischen Reiches und der Türkei vollkommen zu kennen.

Seit dem 18.ten Jahrhundert hat sich das Osmanische Reich gen Westen orientiert und die technischen Fortschritte in Europa aufmerksam verfolgt. Diese Tradition, die zu osmanischen Zeiten begann, wird auch heute fortgesetzt und wir entwickeln uns auch weiter gen Westen. Die Türkei pflegt heute mit allen Nachbarländern und Nationen der Welt gute Beziehungen. Diese sind die Grundlage einer aktiven Außenpolitik. Es ist unser Ziel, Brücken der Freundschaft zu bauen und den Frieden zu unterstützen.

Vor 50 Jahren kamen im Zuge des Anwerbeabkommens die ersten türkischen Familien nach Deutschland. Heute leben rund drei Millionen Türken und Türkinnen in Deutschland. Sie sind ein Teil der deutschen Gesellschaft geworden und ihre Familien sind sowohl in Deutschland als auch in der Türkei zu Hause. Sie sprechen beide Sprachen und leben in ihrem Alltag beide Kulturen. In Bezug auf die bilateralen Beziehungen unserer beiden Länder spielen sie eine wichtige Rolle.

Unsere beiden Länder sind auch in wirtschaftlicher Hinsicht eng miteinander verbunden. Für deutsche Firmen ist die Türkei ein interessanter Markt und immer mehr deutsche Unternehmen investieren in unser Land. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner der Türkei und mit einem Volumen von rund 8 Milliarden US-Dollar seit 1980 der größte ausländische Investor in der Türkei. Ich bin davon überzeugt, dass wirtschaftliche Kooperationen in der Zukunft zu einer globalen kulturellen und sprachlichen Integration führen werden.

Gegenseitiger Austausch und Dialog sind die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens und einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit, auch in kontroversen Fragen. In diesem Sinne leisten die Europa-Union Deutschland und auch das Deutsch-Türkische

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26.12.2019 Dini Tatil-2. Noel Günü